Eine der Herausforderungen bei der Erstellung von langlaufenden Dokumentationen sind die hell-dunkel Schwankungen im Zeitverlauf. Diese machen sich sowohl kurzfristig im Laufe eines Tages, wie auch langfristig, im Laufe der Jahreszeiten bemerkbar. Um diese Schwankungen auszugleichen und ein maximal harmonisches Endergebnis in Form eines Zeitrafferfilms zu erhalten empfiehlt sich der Einsatz der HDR Technologie.

HDR macht Licht und Schatten sichtbar bei Langzeit Zeitraffer Fotografie

Wer sich schon einmal versucht hat, ein Foto in einem Innenraum zu schießen, der wird sicher schon einmal an die Grenzen herkömmlicher Sensor-Technik gestoßen sein: Anstatt einen blauen Himmel sehen zu können, sieht das Fenster auf dem Foto komplett weiß aus. Das Fenster ist überbelichtet, es „brennt aus“. Durch verändern der Belichtungseinstellungen oder der Blende kann das vermieden werden – doch zu dem Preis, dass die Bildbestandteile im Innenraum sehr dunkel und teilweise komplett schwarz werden. Der Grund ist ganz einfach zu erklären: Während unser Auge in der Lage ist, eine Vielzahl von Helligkeitsabstufungen zu unterscheiden, kann in einem Foto mit normalem Dynamikumfang nur eine sehr begrenzte Zahl derartiger Abstufungen gespeichert werden.

Mehr Helligkeitsabstufungen – weniger Detailverlust durch HDR

Eine Lösung schaffen HDR-Fotos, also Aufnahmen mit einem höheren Dynamikumfang. Technikaffine Leser haben den Begriff „HDR“ vielleicht schon einmal von Display-Herstellern gehört. Moderne, höherpreisige Bildschirme vermögen es oft, Bilder und Videos darzustellen, deren Dynamikumfang dem von herkömmlichen Dateien übersteigt. Doch auch für die Wiedergabe auf niedrigpreisigen Geräten kann es durchaus von Vorteil sein, Bilder mit einem höheren Dynamikumfang aufzuzeichnen: So können im sogenannten „Tone Mapping“ die aufgenommenen Helligkeitswerte so gestaucht werden, dass alle Details – sowohl im hellen wie auch im dunklen Bereich – sichtbar bleiben. Die Zeit, in der ganze Flächen in tiefstem Schwarz oder hellstem weiß abgebildet wurden, gehören mit der HDR-Technik also mehr und mehr der Vergangenheit an.

Wie ein HDR-Foto entsteht

Kamerasensoren, die HDR-Bilder aufzeichnen können, befinden sich zwar in Entwicklung und werden teilweise schon vertrieben, sind aber derzeit aufgrund des enorm hohen Preises kaum relevant. HDR-Fotos werden heute vielmehr durch Belichtungsreihen erzeugt:

Jedes Motiv wird wird dabei mehrmals direkt hintereinander fotografiert. Die Belichtung wird dabei so angepasst, dass jeder Bildbereich auf mindestens einem der Fotos in der Belichtungsreihe korrekt belichtet ist. Ein Algorithmus berechnet anschließend auf Basis der verschiedenen Fotografien und der in den Metadaten gespeicherten Belichtungswerten die korrekten Lichtverhältnisse. Wichtig ist dabei vor Allem, dass sich die Kamera sowie der Bildinhalt möglichst nicht bewegen.

Bei Zeitraffer-Aufnahmen kommen Änderung des Umgebungslichts naturgemäß häufig vor – sei es durch Wolken oder durch Sonnenauf- und -untergänge. Gerade in diesen Situationen gewährleisten HDR-Fotos, dass keine Details verloren gehen.

Mit unseren Langzeit-Zeitraffersystemen sind Sie bestens gerüstet für Ihr HDR-Zeitraffer-Projekt. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

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