Ein Zug im All

Langzeit-Zeitraffer Aufnahmen in der Kurzzeit-Version: Auch wenige Stunden können mit der Zeitraffer-Kamera TimeBeast Pro Air zusammengefasst werden.

Das TimeBeast Pro Air erlaubt den Einsatz diverser digitaler Spiegelreflexkameras – bis hin zu 60 Megapixel Aufnahmen. In dem aktuellen Anwendungsfall wurde damit das Vorbeiziehen von Satelliten am Nachthimmel beobachtet.

Starlink – so lautet der Name des Projektes, mit dem der SpaceX, das Raumfahrtprogramm des Unternehmers Elon Musk, den Nachthimmel der Zukunft dramatisch verändern will. Insgesamt über 40.000 Satelliten plant das Unternehmen im nächsten Jahrzehnt ins All zu schießen – fast fünfmal so viele Satelliten, wie in der gesamten bisherigen Menschheitsgeschichte gestartet wurden.

Ziel des Projekts ist es zuvorderst, auch entlegene Gebiete der Welt mit High-Speed-Internet zu versorgen. Das Unternehmen plant so schon 2020 in Nordamerika und Kanada Nutzer über eigene User-Terminals an das Internet anzuschließen. In naher Zukunft soll dann auch der Rest der Welt folgen.

Nachdem SpaceX im Jahr 2018 zwei und im Mai 2019 sechzig Test-Satelliten in den Orbit schickte, folgten seit November letzten Jahres bisher acht weitere Launches mit je ca. 60 Starlink-Satelliten, die jeweils gemeinsam in einem Verbund, einem sogenannten „Train“, hintereinander fliegen.

Während SpaceX mittlerweile stark daran arbeitet, die Reflexion des Sonnenlichts auf den Satelliten zu minimieren, sodass diese weniger hell am Nachthimmel leuchten – und Astronomen somit weniger bei Ihrer Arbeit hindern – kann man die Satelliten, die sich schon im Orbit befinden, derzeit teilweise mit bloßem Auge sehen.

Auch in Deutschland kann man die Weltraum-Kolonnen hin und wieder am Sternenhimmel beim vorbeiziehen beobachten. Ein Schauspiel, dass wir in diesem Video mit einem unserer Zeitraffer-Systeme abgelichtet haben:

Übrigens: Da sich die Satelliten in einem erdnahen Orbit befinden, treten diese schon nach wenigen Jahren in die Erdatmosphäre ein, verglühen und müssen daraufhin ersetzt werden. Gut möglich also, dass man das beeindruckende Phänomen eines vorbeiziehenden Starlink-Trains in einigen Jahren nicht mehr beobachten können wird.

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